Gerade sitze ich so an meinem Schreibtisch und denke mir, dass doch langsam die neue Zeitschrift Motorrad erscheinen müsste. Tja, das ist der große Vorteil von dem iPad-App Motorrad. Ich tippe mit dem Finger auf das App und lade mir die neue Zeitschrift, dann wenn ich es will.
Natürlich gibt es diese Ausgabe immer noch für 2,39 € im Store des Apps. Das ist ja das schon angesprochene Sommerangebot. In dieser Ausgabe wird wieder auf 134 Seiten alles Rund um das Thema Motorradvorgestellt.
Das Topthema in diesem Heft ist ein Artikel über 100PS-Naked-Bikes. Das heißt es geht hier genau um die Klasse an Motorrädern auf die ich so stehe. Und vor allem ist meine Z750 mit bei und das auch noch in der tollen R-Version. Verglichen wird hier eine GSR750, Z750R, Hornet 600 und eine FZ8. Wie der Test ausgeht verrate ich hier natürlich nicht. Das muss schon jeder selbst lesen.
Ich habe heute meine Maschine, Kawasaki z750, in der Werkstatt gebracht und dabei eine Leihmaschine bekommen.
Ich wollte etwas spritziges für die Stadt und der Kawa/BMW-Händler gab mir eine BMW F800R. Ich muss sagen, dass mir das Teil schon in Zeitschriften gefallen hat und es jetzt für 13,99 € zu fahren fand ich Klasse.
Der Start war simple und auf der Maschine hab ich mich gleich wohl gefühlt. Ich finde Sie etwas zu klein für mich, aber das liegt an meinen 1,90 Meter.
Ansonsten muss ich sagen, ist dieses Motorrad ein idealer Cityflitzer. Leicht, spritzig und flink.
An das Blubbern muss ich mich ein wenig gewöhnen, was wohl an den zwei Zylindern liegt. Mit den 87 PS kommt dieses kleine Motorrad nicht an meine Zett ran und das spürt man auch. Außerdem liegen die Schaltpunkte doch in anderen Drehzahlbereichen. Ich denke aber das ist alles Gewohnheit und beruht zum Teil an meinen Erfahrungen mit meiner Zett. Nun kann ich ja nur subjektiv die Unterschiede zu meinem Motorrad ziehen, daher wundert Euch bitte nicht und seht es mir nach.
Hier nun zum letzten Teil der Serie. Die Handschuhe.
Ich habe meine Handschuhe ohne irgendwelche Vorkenntnisse zu besitzen gekauft. Bis dahin wusste ich noch nicht welche Belastungen auf die Hände und Anforderungen an die Handschuhe auf mich zukommen.
Hierbei meine ich nicht nur Wind, sondern auch Beschleunigungsbelastung, Rutschfestigkeit, Insekten und auch Regen.
Meine Handschuhe sollten vor allem Robust sein und gut zur Kombi passen. Ich weiß das zweite sollte eigentlich kein Auswahlkriterium sein, aber ich bin eitel und außerdem hatte ich, wie gesagt, keine Ahnung.
Was mir klar war ist, das im April Sommerhandschuhe nicht wirklich vor Kälte schützen konnten, daher habe ich mir gleich erst mal Unterhandschuhe mitbestellt. Die haben mir nur 5 € gekostet und schon oft kalte Finger vermieden. Schön war auch das ich in der Fahrschule im April eine BMW F650CS gefahren habe und die hatte Griff-Heizung. War doch an manchen Morgen den sehr angenehm. Mittlerweile ist der Sommer ja vorbei und Heizgriffe hat meine z750 auch nicht, trotzdem sind die Handschuhe gut.
So am Montag dieser Woche war es nun mit der Nachtfahrt soweit. Ich hatte ganz schön respekt davor, da es ja nun im Dunkeln über Landstrasse ging.
Ich war also gegen 21:00 Uhr an meiner Fahrschule und traf mich mit Frank. Absprechen, Helm auf, Funkgeröät angesteckt und los ging es.
Erstmal natürlich durch das hell erleuchtete Berlin. Kein Problem. Ich mag auch langsam meine F650CS und fühl mich wohl auf der Kiste.
Nun gut, langsam dünnten die Häuser aus und wir fuhren auf die Landstrassen um Berlin. Richtung Eberswalde ging es und was passiert? Na das was Frank noch vorher sagte.
Er meinte “Hauptsache wir treffen auf keinen Rehbock“. Und prompt hab ich so ein Tier auf der Strasse. Schrecksekunde und dann Bremsen. Er war zum Glück weit weg und entschied sich mich heute nicht in den Tot zu reissen. Wer weiß aber welche Suizid-Rehe so noch unterwegs sind? Ich hatte vor Jahren mal ein Reh mit Auto erwischt und weiß noch genau wie das geknallt hat.
Jetzt war ich also vorsichtig und was passiert? Kaum 5 km später das nächste Tier auf der Strasse. Aber auch das entschied sich heute sich nicht mit einem Motorrad anzulegen.
Mensch, nach solchen Begegnungen gehen einem diverse Gedanken durch den Kopf.
“Was passiert wenn die Dinger in einer Kurve auftauchen”. Man wird schon sehr aufmerksam.
Mein Highlight hatte ich aber später. Wir gurken so mit 80 km/h (war vorgeschrieben) über die Landstrasse und kommen an eine Kurve. In dem Moment wo ich die Kurve erreiche merke ich das etwas nicht so klappt wie ich mir das vorgestellt hatte. Ich also Maschine in Schräglage, aber so richtig hab ich die nicht runter bekommen. PANIK. Ich höre meinen Fahrlehrer nur noch brüllen “Drücken, drücken…” und dann war die Kurve zum Glück zu Ende.
Das war knapp. Das war sogar sehr knapp. Ich war wohl auch sehr nahe am Randstreifen, was heißt knapp vor Sand, Split und was da noch so alles rumliegt.
Nach dem Ding brauchte ich erstmal 5 min zur Beruhigung. Im nach hinein betrachtet, weiß ich das ich nicht aufs Ende der Kurve geschaut hatte, sonder kurz vor meinem KRad den Blick hatte und das hat mich wohl zerissen.
Die nachfolgenden Kurven waren dann kein Problem mehr, auch mit höherer Geschwindigkeit. Puhhh, davor kann Dich kein Fahrlehrer beschützen.
Weiß eigentlich einer wieviel Fahrschuler sich schon hingepackt haben??? Würde mich mal spontan interessieren. Man das war ein Ding.
Der Rest des Abends verlief ruhig. Keine weiteren Vorkommnisse, außer das meine bessere Hälfte sich bestättigt fühlt und meint das Sie bald Witwe ist. Mal sehen. Ich werde natürlich alles daran setzen, das ich Unfallfrei durch mein Motorradleben komme, aber für das idiotische Verhalten anderer kann ich ja nichts.
Nächste Woche geht es nochmal auf den Parkplatz und wenn alles gut läuft, sollte Ende nächster Woche der Führerschein da sein. Ich halte Euch auf dem laufenden.
So hier nun mein versprochender Bericht über die Sonderfahrten.
Begonnen hat der ganze Tag morgens um 8:00 Uhr bei meiner Fahrschule.
Rein in die Klamotten (die Hälfte darf ich bei der Fahrschule lassen) und rauf auf die BMW F650CS.
Nun gut dachte ich mir. Jetzt gehts also los. Mit viel Bauchkribbeln und Vorfreude also rauf auf die Strasse und schnellstmöglich raus aus Berlin.
Frank, mein Fahrlehrer, wird sich ja schon auskennen.
Wir sind also von 8:00 Uhr bis 12:00 Uhr über die Landstrasse geballert/gefahren.
Die erste Kurve mit 100 km/h fand ich dann doch schon etwas heftig, aber nach kurzer Zeit kam das Gefühl und da mein Fahrleher vor mir fuhr und mir die Linie zeigte war das kein Problem.
Es machte richtig Spaß und nach 4 Stunden Landstrasse war ich dann doch schon ganz schön durch den Wind und fertig.
Am nächsten Tag merkte ich meine weichen Arme. War wohl doch etwas angespannt auf der Maschine.